- Global Kryner „Coverstories“
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„Coverstories“ – Es ist das 6. Album
der Global Kryner. Ganz im Sinne des
seligen Slavko, wird hier seit 2002
der ebenso freigeistige Umgang mit
dieser Musik gepflegt. Oberkrainer
Musik ist ja von Anfang
an für Erfinder Slavko Avsenik der
wesentlich modernere Zugang zu
volkstümlichen Elementen gewesen. Da
steckte seit Beginn schon viel vom
Jazz mit drin und so ist der Umgang
mit Songs, die ursprünglich nicht
diesem Genre zuzurechnen sind, wie
Sabine Stieger, Christof Spörk,
Martin Temmel, Edi Köhldorfer, Anton
Sauprügl und Markus
Pechmann ihn pflegen, ein
radikal ehrlicher und ebenso
humoristischer. Die Band wird
geliebt für ihre Art dieses Umganges
mit den Liedern, dem
Oberkrainer-Sound und was dabei
rauskommt. Hier werden keine Brücken
gebaut sondern im Grunde alles neu
gezimmert. Christof Spörk
vergleicht die Art und Weise wie aus
Originalen-Songs wieder andere
Leih-Originale werden, mit der
Arbeit eines Steinmetzes. Oder
besser, mit der von sechs
Steinmetzen: ‚In der Mitte steht das
Original als Fels und sechs Leute
fangen an daran zu hämmern… So ist
auch das gesamte Album entstanden‘.
Also kein Slalom auf den einzelnen
Tonspuren sondern vielmehr wurde
jeder Song im Kollektiv eingespielt.
Eine Art „Live On Tape“, so wie es
früher gehandhabt wurde, wo es außer
zwei Stereo-Spuren nicht mehr viel
im Studio zum Herumrudern gab. „Das
geht aber nur, wenn in der Band
alles passt“, so Spörk.
Und, so ist es auch. Seit drei
Jahren wird in unveränderter
Formation gemeinsam gespielt.„Cover Stories“ ist eine Entdeckungsreise. Parodistisch schwingt sich die Band von einem Lied zum anderen, von dem sich jedes einzelne als in sich geschlossenes Unikat darstellt. „Major Tom“ ist nun nicht mehr völlig losgelöst und keineswegs Raum und Zeit entglitten. Er steht jetzt bodenständig am Tanzboden und ist offenbar endlich, nach 30 Jahren, wieder auf der Erde angekommen. Oder „Monsta“. Der Culcha Candela-Hit wurde nicht nur gecovert sondern auch eingewienert. Das Schampusglas wurde zum Sektglasl und zwei Zeilen wurden überhaupt verändert. Berlin ist nicht Wien – eh klar und die Urheber sahen das auch so: „Wir sind selbst überregionale Volksmusikanten, daher mussten wir einfach zusagen als wir von Global Kryner hörten…Es ist lustig und cool geworden“.
Deutsche Popsongs von „Alles nur geklaut“ bis zu „Über sieben Brücken musst du gehen“. Dazwischen treibt sich der „Kommissar“ herum oder Klaus Lages „1000 und 1 Nacht“ erlebt die 1000 und 2. Nacht im grob gezimmerten Bauernbett. Hits aus den vergangenen 30 Jahren zu denen sich auch da und dort die verspielten Mash-Ups gesellen, welche die Golbal Kryner-CDs zum Ratespiel machen. Das kenn ich doch, was da durchschimmert? Klar: „River Kwai Marsch“ – aber anders als von Mitch Miller gewohnt oder „Bridge Over Troubled Water“. Zwei kleine Brücken in den sieben von Karat und so blitzt auch Michael Jacksons „Thriller“ aus „Pflaster“ und verschwindet wieder im Unterholz des Songs. Ausnahmen bestätigen die Regel und wenn „Die süßesten Früchte“ nicht unbedingt zu den Pop-Hits gezählt werden können, so „hat der Text ein in der heutigen Zeit aktuelles Grundthema“, erklärt Spörk und im Nachsatz: „Es erinnert auch an einen der ganz Großen, der ja dieses Jahr verstorben ist“.
Peter Alexander hätte mit Sicherheit seine Freude gehabt. Leila Negra, der Original-Duettpartnerin von Peter dem Großen, hat’s gefallen, so, wie sich das Lied jetzt verkleidet hat: „Sehr schön – hört sich gut an“. Na bitte. Aber wie ist das jetzt mit „Taubenvergiften“, Herr Spörk?: „Georg Kreisler, was für eine Frage ist denn das… das musste einfach sein. Dieser hintergründige, schwarze Humor. Ich hielt es für meine Pflicht dieses Lied auf die CD zu nehmen‘“
„Coverstories“ ist ein rundes Album geworden. Handgemacht, ganz ohne Tricks und elektronischen Helferleins. Vom Cover bis zu den Tonaufnahmen. Vorne drauf am Booklet, da sieht man die Band im Motorboot durch die Wellen pflügen. Photoshop? Kein Photoshop! Alles Natur und so wie es war, als der Fotograf den Auslöser drückte…das schäumende Meer, der Martin, der statt dem Zug seiner Posaune hier den Gashebel bis zum Anschlag gezogen hatte, bis hin zur nicht mehr einzufangender Übelkeit einiger der Passagiere (erst nach dem Klick der Kamera). Es ist wie es ist und wie es ist, ist es gut. Sehr gut sogar. Global Kryner, die Sechste!
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1. Alles nur geklaut
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03:54
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2. Monsta
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03:58
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3. Engel
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04:39
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4. Flugzeuge im Bauch
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03:42
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5. Die süßesten Früchte
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03:13
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6. Pflaster
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03:46
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7. Haus am See
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03:33
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8. 1000 und 1 Nacht (Zoom!)
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03:40
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9. Kommissar
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03:43
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10. Taubenvergiften
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03:25
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11. Major Tom
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03:34
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12. Über sieben Brücken
musst du gehen
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03:36
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http://www.globalkryner.at
