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Trauer um Amy Winehouse: "Haben es kommen sehen"

 

Traurig, aber nicht überrascht sind die Fans der 27-Jährigen. Ein Sprecher kündigte eine neue Platte an. Und "Back to Black" toppt die Charts.

 

Weltweit trauern Fans um die britische Soulsängerin Amy Winehouse, die am Samstag in ihrer Wohnung in London tot aufgefunden wurde. Die Todesursache ist noch ungeklärt. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes sind im Gange, die Obduktion soll laut BBC am Montag stattfinden. Die Sängerin, die als eine der viel versprechendsten ihrer Generation galt, hätte am Sonntag ursprünglich bei der "Nova Jazz & Blues Night" auftreten sollen.

 

Spekulationen zum Tod der 27-Jährigen gibt es zuhauf. Die Boulevardzeitung "Mirror on Sunday" zitierte anonyme Quellen, wonach eine Überdosis Alkohol und Drogen die Ursache für den Tod der Sängerin gewesen sein sollen. Seit ihrem ersten Erfolg mit ihrem Debüt "Frank" 2003 geriet Winehouse immer wieder durch ihren Alkohol- und Drogenkonsum in die Schlagzeilen.

 

Irgendwie hat man es kommen gesehen"

Vor dem Haus im Norden Londons, in dem Winehouse wohnte, legten Fans am Wochenende Blumen und Karten nieder. "Wir werden dich nicht vergessen", steht auf einem der Briefe. Und wie bei einem ihrer berühmten Songs, "Rehab" hat ein Fan in großen Buchstaben geschrieben: "No, No, No". Die Trauernden sind sich weitgehend einig: Die Drogen und der Alkohol haben sie letztendlich in den Tod getrieben.

"Irgendwie hat man es ja leider kommen gesehen", sagt der 26-jährige Jonny Quick. Mit seiner 24-jährigen Freundin Belgin Kurtulmus ist er aus einem Vorort Londons angereist. "Wir sind gekommen, um ihr eine letzte Ehre zu erweisen." "Es ist tragisch, dass sie so jung gestorben ist", sagt eine junge Engländerin, bevor sie ihren Blumenstrauß niederlegt. "Sie hatte so viel Talent."

 

Mit 20 Jahren zum Kritikerliebling

 

Amy Winehouse wurde am 14. September 1983 im Londoner Norden als Tochter jüdischer Eltern geboren und entdeckte schnell ihre Liebe zur Musik. Nach kurzer Zeit flog sie von der Talentschmiede Sylvia Young Theatre School. Angeblich, weil sie sich die Nase hatte piercen lassen. 2003 machte sie ihrem Debütalbum "Frank" - und mit ihrem eigenwilligen Kleidungsstil und ihrer "Beehive"-Frisur - von sich Reden.

Internationalen Ruhm erreichte sie Ende 2006, als ihr Album "Back to Black" mit autobiografischen Songs wie "Rehab" und "You Know I'm No Good" erschien. Es regnete Preise und Kritikerlob, das Album verkaufte sich millionenfach. Ihr Vermögen wurde auf mehr als zehn Millionen Euro geschätzt. Doch seitdem gab es kein neues Album mehr.

 

"Daliegen und weinen"

 

Als sie im Februar 2008 auf Entzug war und mit fünf Grammys ausgezeichnet wurde, glimmte Hoffnung auf, sie sei über den Berg. Doch wenig später wurde Amy wieder im Drogenrausch abgelichtet, Vorladungen bei der Polizei und ein Krankenhausaufenthalt wegen einer Lungenkrankheit infolge ihres Drogenkonsums folgten. In Interviews hatte sie selbst gestanden, an Essstörungen zu leiden und sich selbst zu verletzen. "Daliegen und weinen", sagte sie einmal, sei eine häufige Beschäftigung.

Zuletzt war Amy Winehouse bei einem Konzert ihrer Comeback-Tournee in Serbien negativ aufgefallen. Sie vergaß die Texte ihrer Songs und verließ mehrmals die Bühne. Die Fans buhten sie aus, die Tournee wurde abgebrochen. Den Absagen fiel auch der geplante Auftritt bei der "Nova Jazz & Blues Night" in Wiesen zum Opfer.

 

Neue Platte und Charterfolg
 

Erst im vergangenen Juni war sie wieder aus einer Klinik entlassen worden. Sie arbeitete allerdings an einer neuen Platte. Erst vergangenen Mittwoch war sie zusammen mit ihrer Patentochter bei einem Konzert in London aufgetreten. Dort hatte sie gefasst gewirkt und die Zuschauer aufgefordert, ihr neues Album zu kaufen.

Ein neues Album werde erscheinen, kündigte ein Sprecher der verstorbenen Sängerin an. Das sei man den Fans schuldig. Material für weitere Platten soll es genügend geben, Winehouse nahm immer wieder neue Songs auf. Einen ersten Erfolg hat Winehouse Winehouse posthum bereits erzielt: "Back to Black" liegt in vielen Ländern, darunter auch in Österreich, auf Platz eins der iTunes-Charts.

 

 

Quelle: DiePresse.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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