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Abschied von einem echten Weltstar: Elke Sommer mit 85 Jahren gestorben
Die deutsche Schauspiel-Ikone, Sängerin und Malerin Elke Sommer ist am 28. Oktober 2026 im Alter von 85 Jahren in ihrer Wahlheimat Los Angeles friedlich eingeschlafen. Mit ihr verliert die Filmwelt eine der ganz wenigen deutschen Künstlerinnen, die den Sprung nach Hollywood dauerhaft schafften und zu einem weltweit gefeierten Star der 1960er-Jahre wurden.


Elke Sommer bei einem Gastauftritt in The Jack Benny Hour (
8. Oktober 1965).Foto: NBC Television (US-Publicity-Photo)
Vom „Fräuleinwunder“ zur Hollywood-Legende
Geboren 1940 als Pfarrerstochter Elke Schletz in Berlin, begann ihre Karriere wie ein modernes Märchen: Bei einem Italien-Urlaub wurde sie 1958 spontan zur „Miss Viareggio“ gekürt. Die Fotos erregten die Aufmerksamkeit von Regie-Größe Vittorio De Sica. Kurz darauf folgten erste Rollen und Verträge in Deutschland.
Anfang der 60er-Jahre eroberte sie unter ihrem Künstlernamen Elke Sommer die Traumfabrik Hollywood. Unvergessen bleibt ihr internationaler Durchbruch im Drama „Der Preis“ (1963) an der Seite von Paul Newman, für den sie mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Sie drehte mit den größten Stars ihrer Ära – darunter Peter Sellers („Ein Schuss im Dunkeln“), Kirk Douglas und Dean Martin. Auch im deutschen Kino hinterließ sie Spuren, etwa im Kult-Western „Unter Geiern“.
Eine vielseitige Künstlerin mit fränkischer Seele
Elke Sommer war weit mehr als das „atemberaubende blonde Sexsymbol“, als das Hollywood sie inszenierte. Sie galt als hochbegabtes Multitalent:
  • Musikkarriere: In den Sechzigerjahren startete sie als Schlagersängerin durch, veröffentlichte Songs wie „Hey, hey, hey, ich suche einen Boy“ und kreuzte die Wege von Musikgrößen wie Roy Black.
  • Leidenschaft Malerei: Ab den 1970er-Jahren widmete sie sich unter dem Pseudonym E. Schwartz erfolgreich der Kunst und stellte weltweit aus.
Trotz des Glamours in Bel Air blieb sie im Herzen bodenständig und bezeichnete sich selbst stets als „Landmensch“. Sie pendelte jahrzehntelang zwischen Kalifornien und dem fränkischen Marloffstein bei Erlangen, wo sie aufgewachsen war.
Die Sehnsucht nach ihrem Ehemann
Zuletzt machten der Schauspielerin gesundheitliche Probleme zu schaffen. Nach dem Krebstod ihres geliebten Ehemannes Wolf Walther im Juli 2026 – mit dem sie über 30 Jahre verheiratet war – verließ sie zunehmend der Lebensmut. „Genug ist genug – ich sehne den Tod herbei“, hatte sie bereits im Vorjahr in einem rührenden Interview erklärt.
Nun ist sie ihrem Mann gefolgt. Ihrem letzten Wunsch entsprechend soll Elke Sommer im Familiengrab im bayerischen Marloffstein ihre letzte Ruhe finden. Wir verneigen uns vor dem Lebenswerk einer mutigen, vielseitigen und unvergesslichen Ausnahmekünstlerin



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