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Überraschendes Comeback mit 95 Jahren: Riesen-Ansturm auf Schlager-Legende
Freddy Quinn
Es war die Sensation des Wochenendes: Schlager-Ikone Freddy Quinn kehrte
nach rund zwei Jahrzehnten Rampenlicht-Abstinenz völlig überraschend in die
Manege zurück. Der Grund für seinen Auftritt im familiären Circus Traber war
eine spontane Herzensangelegenheit – und sorgte für ein restlos
ausverkauftes Zelt.

Eigentlich hatte sich Freddy Quinn weitgehend aus der Öffentlichkeit
zurückgezogen. Doch als er vor Kurzem privat eine Vorstellung des
traditionsreichen Circus Traber im schleswig-holsteinischen Leezen besuchte,
blutete dem 95-jährigen Entertainer das Herz: Die Zuschauerränge waren fast
komplett leer. Für Quinn, der in seiner Jugend selbst bei einem Wanderzirkus
anheuerte und später jahrelang die beliebte ZDF-Show „Zirkus, Zirkus“
moderierte, war sofort klar: Hier muss geholfen werden.
„Ich wollte einfach die Bude vollmachen“
Spontan bot die Legende („Junge, komm bald wieder“, „Die Gitarre und das
Meer“) den Zirkusbetreibern seine Unterstützung an. Das Ziel: Aufmerksamkeit
generieren und das Zelt füllen. Ein Versprechen, das Quinn am
vergangenen Samstagabend eindrucksvoll einlöste. Schon Stunden vor Beginn
der Show drängten sich hunderte begeisterte Fans am Einlass. Wo sonst
gähnende Leere herrschte, hieß es plötzlich: Ausverkauft wegen erhöhtem
Besucheransturm.
Aus Quinns Ansprache in der Manege:
„Ich habe mich unvorbereitet hierher gewagt, aber ich sehe so viele nette
Gesichter und bin stolz darauf, hier als Gast mitzuwirken. Natürlich muss
ich in meinem Alter von 80+ kein Hochseil mehr spannen und drüberlaufen. Das
machen die Artisten selbst. Ich wünsche der Familie Traber und allen
Mitwirkenden alles, alles Gute. Ihr Freddy Quinn!“
Humorvoll und sichtlich bewegt
Mit einer St.-Pauli-Kappe auf dem Kopf und dem Mikrofon in der Hand
bewies Quinn, dass er nichts von seiner gewohnt kräftigen Stimme und
seinem Charme verloren hat. Nach seiner humorvollen Rede übernahm die
Schlager-Legende höchstpersönlich die Anmoderation der allerersten
Zirkusnummer – einer traditionellen Ponydressur der Familie Traber.
Am Ende der Vorstellung richtete sich der Entertainer noch einmal an das
Publikum. Er betonte, wie sehr es sein Herz erwärme, das Zirkuszelt
endlich so voll und lebendig zu sehen. Für die Zirkusfamilie Traber und
die vielen treuen Fans war dieser Abend ein unvergessliches Geschenk –
und der Beweis, dass Freddy Quinns Strahlkraft auch mit 95 Jahren
ungebrochen ist.
Foto: (c) Circus Traber
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